Kann sich noch jemand an die Zeit erinnern, als gerade der Begriff des Web 2.0 aufgekommen war? Schnell wurde jedes neue Tool, das auch nur annähernd mit dem Web 2.0 zu tun hatte, in den Blogs besprochen, verlinkt, gelobt und/oder kritisiert. Bedingung war, dass die Website mit einem Badge in einer der vier Bildschirmecken dekoriert war und alle Vokale aus dem Namen gestrichen wurden. Diese Zeit scheint – glücklicherweise – vorbei zu sein. Leider führt das aber auch dazu, dass neue Tools untergehen.
Um ein Tool nicht untergehen zu lassen, das sich als nützlich herausstellen könnte, möchte ich in diesem Artikel Socialyser vorstellen. Das deutschsprachige Online-Tool analysiert Websites auf Likes, Tweets und Co. Für alle Webmaster, die ihre Website auch in Zukunft bei Google, Bing und Konsorten erfolgreich platzieren wollen, also ein unerlässliches Analyseinstrument.
Minimalistisch & funktional: Socialyser im Selbstversuch
Wer es einmal ausprobieren möchte, stößt auf keinerlei Hindernis. Das Tool nämlich ist völlig ohne Anmeldung zugänglich. Es kann entweder eine Website mit bis zu 1.000 Unterseiten analysieren oder aber bis zu zehn verschiedene URLs im Vergleich unter die Lupe nehmen. Das Eingabeformular verlangt also nur die Adresse, die Auswahl ob nur diese URL oder auch Unterseiten analysiert werden und ob Socialyser Seiten ohne Ergebnisse ausschließen soll. Nach Eingabe eines Spam-Captchas laufen die Maschinen im Hintergrund auch Hochtouren. Dabei suchen sie, wie oft die Seite bei Facebook geliked, geteilt und kommentiert wurde, wie oft der Link getweetet wurde und wie oft Benutzer bei Google+ ein +1 vergeben haben.
In der Ergebnisdarstellung gibt sich das Tool genauso minimalistisch wie in der Eingabe. In einer sortierbaren Tabelle werden die einzelnen Seiten (bzw. die einzelne Seite) dargestellt und ihnen die Ergebnisse zugeordnet. Am Ende der Seite findet sich noch eine Gesamtzusammenfassung dieser Analyse. Speichern kann man die Ergebnisse als .pdf oder .csv-Datei, wenn man die Möglichkeit in der rechten unteren Bildschirmecke entdeckt hat. Minimalistisch, funktional, schnell, nützlich – besser kann ich Socialyser nicht beschreiben.
Autor: Reto Stuber

Sehr informativ, danke dir für den tollen Beitrag!
Liebste Grüße
Frau Huegel